Geschichtliches

Das Pflegeheim Hainichen befand sich früher im ehemaligen Herrenhaus eines Rittergutes, das auch heute noch in unmittelbarer Nähe zum Neubau steht. 1777 brannte das Rittergut komplett ab, der Herrensitz wurde wieder aber aufgebaut. Ende des 19. Jahrhunderts kaufte Iwan Mummert aus Crimmitschau das Gut. Als er 1925 verstarb, vermachte er der Stadt Gößnitz seinen Besitz. Sein Wunsch, das Herrenhaus für soziale Zwecke zu nutzen, wurde erfüllt.

Von 1925 bis 1935 waren hier schwer erziehbare Kinder und Waisen untergebracht. Danach diente es zehn Jahre lang als Unterkunft für den Reichsarbeiterdienst. Von 1944 bis 1948 nutzte man es als Umsiedlerheim und ab dem Jahr 1948 wurde es zu einem Altenheim für zunächst 75 Bewohner umgewidmet. In den 60er Jahren erfolgte ein Anbau, damit die alten Menschen nicht mehr ganz so beengt leben mussten. Anfang der 1980er Jahre wurde die Kapazität auf 60 Plätze verringert. Mit der deutschen Einheit wurde 1990 eine weitere Auflockerung vorgenommen, so dass dann nur noch 44 Pflegeplätze zur Verfügung standen. Dadurch konnten die Lebensbedingungen der Bewohner und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter entschieden verbessert werden.

Dennoch genügten diese Bedingungen nicht, um eine zeitgemäße Pflege und Betreuung der Bewohner zu gewährleisten. Am 1. Januar 1994 übernahm die Arbeiterwohlfahrt die Trägerschaft für das Heim und startete bald mit dem Bau einer neuen, größeren Einrichtung in unmittelbarer Nähe. Das neue Haus wurde im Januar 1999 in Betrieb genommen. Auch das alte Herrenhaus wurde von der AWO saniert und im Jahr 2010 als Seniorenresidenz mit 25 Plätzen für demenziell erkrankte Menschen eröffnet.